WinFACT-Übersicht

Programm-Philosophie

WinFACT stellt ein innovatives, modular aufgebautes Programmsystem dar, das einerseits Werkzeuge zur Analyse, Synthese und Simulation konventioneller Regelungssysteme zur Verfügung stellt, andererseits aber insbesondere auch Komponenten zur Behandlung von Fuzzy-Systemen und Neuronalen Netzen beinhaltet. Durch die grafische Benutzeroberfläche Windows wird ein extrem geringer Einarbeitungsaufwand bei gleichzeitig hohem Bedienungskomfort gewährleistet. Eine Vielzahl von Programmschnittstellen und Datenformaten ermöglicht die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Peripheriegeräten, externen Prozessen und anwendereigenen Softwareprodukten sowie Fremdsoftware. Aus diesem Grunde ist WinFACT insbesondere für die Bereiche

  • Ausbildung und Lehre
  • Forschung
  • Entwicklung

von Interesse. Ein Vielzahl verschiedener Lizenzformen gestatten dem Anwender die optimale Zusammenstellung des für ihn am besten geeigneten Pakets.

Den Kern des Programmsystems WinFACT stellt das Blockorientierte Simulationssystem BORIS dar. WinFACT ermöglicht dabei über entsprechende Hardware-Treiber die Ankopplung an praktisch jegliche Form von PC-internen oder externen Hardwarekomponenten, seien es PC-Einsteckkarten, Microcontrollerboards oder auch busgekoppelte Hardwaresysteme. Die Lösung vielfältiger Mess-, Steuerungs- und Regelungsaufgaben mit dem PC wird damit zu einem Kinderspiel. Darüber hinaus steht für besondere Einsatzzwecke als Alternative eine leistungsfähige Palette von speziellen Hardwarebausteinen auf Microcontrollerbasis zur Verfügung, die unmittelbar aus WinFACT heraus über die serielle Schnittstelle programmiert werden kann. Je nach installierter Firmware kann die auf diese Weise konfigurierte Hardware dann beispielsweise als gewöhnlicher PID-Regler, als Fuzzy Controller, als (fuzzy-)adaptierter oder auch als universeller Streckensimulator eingesetzt werden, ohne dass dazu zusätzliche Software wie Compiler, Monitorprogramme o. ä. erforderlich wäre.

Leistungsumfang

WinFACT bietet dem Anwender Unterstützung in sämtlichen Phasen des Reglerentwurfs, beginnend bei der Modellbildung über die Analyse der Regelstrecke bis zum Entwurf des Reglers und der Simulation des geschlossenen Regelkreises. WinFACT besteht aus einer Zusammenstellung einzelner, im Prinzip unabhängiger und beliebig kombinierbarer Programmodule, zwischen denen auf äußerst einfache Weise ein Datentransfer über verschiedene Kommunikationskanäle möglich ist.

Das Programmsystem enthält zunächst alle Komponenten, die zur Analyse und Synthese konventioneller Regelkreise erforderlich sind. Dazu gehören:

Neben konventionellen Methoden liegt ein Schwerpunkt des Programmkonzeptes im Bereich neuartiger Verfahren wie Fuzzy-Logik und Fuzzy-Control. WinFACT bietet hierzu Module an, die sämtliche Ebenen beginnend bei der Durchführung von „Fuzzy-Logik-Experimenten“ über den interaktiven Entwurf regelbasierter Systeme bis hin zur Synthese und Simulation komplexer Fuzzy-Regelkreise erschließen. Dabei können alle Freiheitsgrade, die die Fuzzy-Logik bietet, ausgeschöpft werden:

  • Unterschiedliche Typen von Fuzzy-Sets
  • Verschiedene Verknüpfungsoperatoren und Inferenzmechanismen
  • Vielzahl von Defuzzifizierungsmethoden

Entwurf und Analyse hybrider Systeme – bestehend aus konventionellen und Fuzzy-Komponenten – ist auf der Basis einer blockorientierten Simulation möglich. Komponenten beispielsweise zur grafischen Auswertung von Mess- oder Simulationsergebnissen auf Basis des Windows-MDI-Standards vervollständigen das Programmsystem.

Einige Leistungsmerkmale von WinFACT

Nachfolgend einige der Leistungsmerkmale von WinFACT, insbesondere des Simulationssystems BORIS:

  • Modifikation von Parametern. Über die Blocktypen PARMOD und PARVAL erlaubt BORIS die von vielen Anwendern gewünschte Steuerung von Blockparametern aus der Simulation heraus. Dadurch können z. B. parametervariable Strukturen auf einfache Weise realisiert werden.
  • Batch-Betrieb. BORIS besitzt als zusätzliche Betriebsart einen so genannten „Batch-Betrieb“, der eine automatische und komfortable Durchführung ganzer Simulationsreihen (z. B. Parameterstudien) ohne Benutzereingriff gestattet. Über den Mehrfach-Plotter lassen sich die Ergebnisse eines Batchlaufes in übersichtlicher Form präsentieren. Mit Hilfe des Bode-Plotters kann der Batch-Mode beispielsweise auch benutzt werden, um experimentelle Frequenzgang-Messungen durchzuführen. (Bitte klicken Sie auf links stehende Grafik, um sich den Screenshot in Originalgröße anzusehen.)
  • OPC. Mit der optionalen OPC-Client/Server-Toolbox kann BORIS auf einfache und komfortable Weise OPC-fähig gemacht werden. OPC (OLE for Process Control) basiert auf dem COM-Modell und ist die zukunftsweisende Schnittstelle in der Automatisierungstechnik, die von praktisch allen Hardwareherstellern unterstützt wird.
  • Bedienen und Beobachten. Der Flexible Animation Builder für BORIS (optional) versetzt den Anwender in die Lage, ohne jegliche Programmierkenntnisse per Drag & Drop Animationen, Prozessvisualisierungen und Bedienoberflächen zu erstellen. Seiner Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt! Auch BORIS selbst besitzt eine Reihe von Bedien- und Visualisierungselementen.

Einige weitere Leistungsmerkmale in Kürze:

  • Numerische Optimierung von Parametern aus User-DLL-Blöcken
  • Grafische Anzeige der Verbindungsknoten
  • Erweiterte User-DLL-Schnittstelle
  • Erweiterte Text- u. Rahmenfunktionalität
  • Integriertes Revisions-Kontrollsystem
  • Schnelle Farbwahl über Farb-Toolbar
  • Benutzerdefinierbare Systemblock-Paletten
  • Überwachung von Blöcken (Watch-Fenster)
  • Globales Anpassen der Abtastzeit zeitdiskreter Blöcke
  • Vielzahl von PID-Einstellregeln
  • BORIS-Runtime-Modul (optional)
  • Programmierbarer Logik-Baustein (optional)
  • Erweiterte Messfunktionen in allen Modulen
  • Arbeitspunkteinstellung zur Identifikation
  • Einstellbare Startverzeichnisse
  • Mehr zur aktuellen Version WinFACT 2016…

Bedienoberfläche

Das Programmsystem weist die Windows-typische Benutzeroberfläche auf. Dies äußert sich für den Anwender speziell in der charakteristischen Menüstruktur mit der optionalen Anwahl über Tastenkürzel oder Toolbars und den gewohnt komfortablen Eingabedialogen, die Fehleingaben weitestgehend ausschließen.

WinFACT steht dem Anwender mit einer Reihe verschiedenartiger Online – Hilfefunktionen bei der Arbeit zur Seite:

  • Umfangreiche Hilfetexte
    Alle Komponenten enthalten ausführliche Hilfetexte.
  • Erläuterung von Menüpunkten
    In den einzelnen WinFACT – Modulen werden alle Menüoptionen automatisch erläutert: Bei Anwahl des entsprechenden Menüpunktes erscheint in der Statuszeile des Programmfensters eine entsprechende Kurzbeschreibung.
  • Toolbar-Hilfe
    Eine wesentliche Erleichterung – insbesondere für den WinFACT-Neueinsteiger – stellt die Toolbar-Hilfe dar. Ist sie aktiviert, erscheint automatisch ein Hilfefenster mit einer Erläuterung der Button-Funktion, sobald sich der Cursor länger als etwa eine Sekunde über dem Button befindet. Auf diese Weise lassen sich die mit den verschiedenen Buttons verbundenen Funktionen auf einfache Weise erlernen. Für den erfahrenen Benutzer ist diese Hilfefunktion natürlich abschaltbar.
  • Wertebereiche numerischer Parameter
    Bei der Eingabe numerischer Werte über einen entsprechenden Eingabedialog ist es häufig wünschenswert, den zulässigen Wertebereich vorab zu kennen, um von entsprechenden Fehlermeldungen und Warnungen „verschont“ zu bleiben. Daher wurde eine automatische Bereichsangabe integriert:
    Bei numerischen Eingabefeldern in Parameterdialogen genügt ein Anklicken mit der rechten Maustaste, um ein Meldungsfenster mit der Angabe des zulässigen Wertebereichs anzeigen zu lassen.

Downloads

WinFACT 2016-Demo-Version, Stand 09.02.2017

Dokumentationen und Produktinformationen

WinFACT 2016-Produktübersicht

Weiterführende Links

Verfügbare Lizenzformen

Referenzen

Preislisten