Regelungstechnische Praktika
In Zeiten leerer Kassen ist die umfangreiche Ausstattung von Labors mit
Modellstrecken, Funktionsgeneratoren, Oszilloskopen und Messinstrumenten mehr und mehr ein
schöner Traum. Daher bieten wir so genannte "Regelungstechnische Software-Praktika"
an, die als Ergänzung oder Alternative zu herkömmlichen Praktikumsversuchen
vollkommen ohne Hardware auskommen, ohne jedoch an Anschaulichkeit einzubüßen.
Die Software-Praktika basieren auf den WinFACT-Studienlizenzen und wenden sich vor allem an
Berufsschulen und Fachhochschulen. Jedes Praktikum behandelt ein abgeschlossenes
Themengebiet und besteht aus folgenden Komponenten:
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Einer ausführlichen Versuchsanleitung im Ringordner
(DIN A4-Format), bestehend aus einer Einführung in den theoretischen
Hintergrund sowie detaillierten Aufgabenstellungen mit Arbeitsblättern und
Musterlösungen (Musterseiten im
PDF-Format). |
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Einem Satz hochwertiger Farbfolien zur
Overhead-Projektion, die den Inhalt der Versuchsanleitung in stichpunktartiger Form
wiedergeben (Musterfolie im PDF-Format). |
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Zahlreichen WinFACT-Beispieldateien mit
Aufgabenstellungen und Lösungsvorschlägen. Alle Beispieldateien enthalten
umfangreiche Steuerungs- und Visualisierungsfunktionen, insbesondere zur Strecken- und
Reglerdarstellung. Der Schüler "vergisst" dabei nahezu vollständig, dass er
nicht vor realen Geräten, sondern vor einem PC (mit all seinen Vorteilen,
insbesondere bezüglich Betriebssicherheit und Energieverbrauch...) sitzt. Folgende
Modellstrecken kommen in den Praktika u. a. zum Einsatz (siehe dazu auch
WinFACT-Streckenmodelle weiter unten auf dieser Seite): |
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- Temperaturstrecken
- Motor-Generator-Satz
- Inverses Pendel
- Verladekran
- Rührkessel
- Niveaustrecke
- Dreitanksystem
- Mischwasserstrecke
- Spindelantrieb
- Lichtstrecke
- Flugzeug-Lageregelung
- Rührkesselkaskade
- Gleichlaufregelung
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Zur Zeit werden folgende Praktika angeboten:
| Artikel-Nr. |
Bezeichnung |
Benötigte WinFACT-Komponenten |
| 0801D0006 |
Einführung in die PID-Regelung |
BORIS, INGO |
| 0802D0006 |
Regelung mit unstetigen Reglern (2-Punkt,
3-Punkt) |
BORIS, INGO |
| 0803D0006 |
Kaskadenregelungen und Zustandsregler |
BORIS, INGO, SUSY |
| 0804D0006 |
Einführung in die Fuzzy-Regelung |
BORIS, INGO, FLOP |
| 0805D0006 |
Einführung in die digitale
Regelung |
BORIS, INGO |
| 0806D0006 |
Reglerentwurf im Frequenzbereich |
BORIS, INGO, LISA, RESY |
| 0807D0006 |
Einführung in die SPS-Programmierung (in Vorbereitung) |
Soft-SPS, (BORIS) |
Regelungstechnische Streckenmodelle
Diese Sammlung umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Streckenmodelle
für das blockorientierte Simulationssystem BORIS. Jeder Modelltyp besteht aus dem
eigentlichen Funktionsblock (mathematisches Streckenmodell als BORIS-Superblock) bzw.
mehreren alternativen Funktionsblöcken und dem zugehörigen Visualisierungsblock
(User-DLL-Block), der das dynamische Verhalten der einzelnen Streckengrößen
grafisch veranschaulicht. Damit eignen sich diese Streckenmodelle insbesondere für den
Ausbildungsbereich, aber auch als Grundlage für selbsterstellte
Prozessvisualisierungen. Zu allen Modellen werden Quelltexte und zugehörige
Ressourcendateien (Pascal/Delphi-Format) mitgeliefert, sodass eigene Erweiterungen auf
einfache Weise möglich sind. Zum Lieferumfang gehört selbstverständlich eine
schriftliche Dokumentation.
Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die
verfügbaren Streckenmodelle. Klicken Sie zur Anzeige der bewegten Originalanimationen
einfach auf die entsprechende Grafik-Vorschau.
| Grafik-Vorschau |
Kurzbeschreibung |
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Niveaustrecke
(Eintanksystem). Dieses Streckenmodell stellt einen zylinderförmigen
Einzeltank mit Zu- und Ablauf dar (Strecke ohne Ausgleich, I-Strecke), bei dem Zu-
und Ablaufstrom über je ein elektrisches Stellventil gesteuert
werden. |
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Temperaturstrecke. Zur Zeit
stehen drei verschiedene Temperaturstrecken zur Auswahl. Das Streckenmodell ist
jeweils als Reihenschaltung eines elektrischen Stellventils und eines zu
beheizenden Raums realisiert. Eingangsgröße der Strecke ist die
Motorspannung des Stellmotors, Ausgangsgröße die Raumtemperatur T.
Über einen Störeingang kann eine zusätzliche
Störgröße auf die Strecke geschaltet werden. Die drei Streckentypen
unterscheiden sich jeweils in der Realisierung des Ventil- bzw.
Raummodells. |
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Wippe mit Ball. Dieses
Streckenmodell stellt eine Wippe der Länge 2l dar. Auf dieser im Mittelpunkt
gelagerten Wippe befindet sich eine Kugel mit Masse m und Radius r, die durch einen
Servo in die Ruhelage (Wippenmitte) gebracht werden soll. Der Servo wird mit der
Spannung angetrieben und erzeugt daraus einen Stellwinkel Phi. |
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Verladekran. Dieses
Streckenmodell stellt eine Verladebrücke dar. Ein Wagen der Masse, an dem sich
ein Ausleger der Länge l mit der Lastmasse befindet, wird über eine
Antriebskraft F vorwärtsbewegt. Zustandsgrößen des Systems sind die
Wagenposition x und die Wagengeschwindigkeit sowie der Auslenkwinkel des Pendels
und seine zeitliche Änderung (Winkelgeschwindigkeit). |
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Motor-Generator-Satz.
Dieses Streckenmodell stellt einen Motor-Generator-Satz dar, der zur Realisierung
einer Drehzahl-/Drehfrequenzregelung genutzt werden kann. Eingangsgröße
der Strecke ist die Motorspannung, Ausgangsgrößen sind die
Generatorspannung und die Drehzahl. Über einen Störeingang kann
zusätzlich eine Störgröße auf den Streckenausgang geschaltet
werden. |
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Dreitanksystem. Dieses
Modell stellt drei nebeneinander angeordnete, identische Tankbehälter dar. Die
jeweils benachbarten Behälter sind über ein Verbindungsrohr mit einem
elektrischen Stellventil miteinander verbunden. Zusätzlich besitzt jeder
Behälter einen separaten, ebenfalls über ein elektrisches Stellventil
regulierbaren Abfluss, der z. B. zur Lecksimulation benutzt werden kann. Die beiden
äußeren Tanks können über elektrische Pumpen befüllt
werden. Dieses Modell eignet sich insbesondere für den Aufbau von
Mehrgrößenregelungen oder Fehlerdiagnosesysteme. |
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Mischwasserstrecke. Dieses
Streckenmodell stellt einen Mischungsprozess dar, bei dem zwei Flüssigkeiten
unterschiedlicher Temperatur miteinander vermischt werden. Die Zuflüsse des
Kalt- und Warmwassers werden über zwei elektrische Stellventile mit den
Spannungen Ukalt bzw. Uheiss gesteuert. Beide
Volumenströme werden nachfolgend in einem Mischungsvolumen V zu einem
Gesamtvolumenstrom mit der Mischtemperatur TMisch zusammengeführt
und gelangen von dort aus beispielsweise in ein aufzufüllendes
Becken. |
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Inverses Pendel. Dieses
Streckenmodell stellt ein auf dem Kopf stehendes Pendel dar, auf das über
einen Motor ein dem Ankerstrom i proportionales Drehmoment M ausgeübt werden
kann. Zustandsgrößen des Pendels sind der Auslenkwinkel und seine
zeitliche Änderung. |
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Rührkesselreaktor.
Dieses Streckenmodell stellt einen Rührkesselreaktor dar, in dem eine
Flüssigkeit über ein Wasserbad erhitzt werden kann. Das Wasserbad selbst
wird über einen Wärmetauscher beheizt, dem ein Heizmedium mit der
Temperatur zugeführt wird. Die Durchflussmenge dieses Heizmediums kann
über ein elektrisches Stellventil gesteuert werden. Ausgangsgrößen
des Systems sind die Temperatur des Wasserbads im Reaktormantel bzw. die Temperatur
der Flüssigkeit innerhalb des Kessels. |
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Containerschiff. Dieses
Modell stellt ein Containerschiff dar, das nach einem einseitigen Beladevorgang
durch das Umpumpen einer Flüssigkeit zwischen zwei im Schiffsrumpf
befindlichen Tanks stabilisiert werden kann. Das Modell eignet sich insbesondere
für Anwendungen im Bereich Fuzzy Control. |
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Spindelantrieb. Dieses
Modell stellt einen Spindelantrieb einer Werkzeugmaschine dar, bei dem ein auf
einem Schlitten befindliches Werkstück über eine motorgetriebene Spindel
positioniert werden kann. Eingangsgröße des Systems ist die
Ankerspannung des Motors, Ausgangsgrößen sind die Motordrehzahl und die
Schlittenposition. Über den Störeingang kann zudem eine Störung (z.
B. ein zusätzliches Lastmoment) auf die Strecke geschaltet werden. |
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Lichtstrecke. Dieses
Streckenmodell eignet sich zum Aufbau von Lichtregelungen. Über eine Lampe in
der Deckenmitte kann ein Zimmer ausgeleuchtet werden. Regelgröße ist die
Raumhelligkeit, Stellgröße die Lampenleistung. Über ein Fenster,
das über ein Rollo stetig verschlossen werden kann, strahlt additives
Störlicht in den Raum ein. |
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Flugzeug-Lageregelung.
Dieses Streckenmodell stellt ein Flugzeug dar, dessen Fluglage einem vorgebbaren
Winkel folgen soll und von der Leistung zweier Antriebe abhängt. Dabei wird
der linke Antrieb als Stellgröße, der rechte Antrieb als
Störgröße interpretiert. Eingangsgrößen sind die beiden
Antriebsleistungen, Ausgangsgrößen die Winkelgeschwindigkeit und der
Lagewinkel des Flugszeugs. |
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Rührkesselkaskade.
Dieses Streckenmodell stellt eine Kaskade bestehend aus drei Rührkesseln dar, deren Inhalt eine Flüssigkeit mit einer bestimmten Farbkonzentration ist (Größen x1, x2 und x3). Regelgröße x ist die Farbkonzentration im dritten Kessel (x3). Der erste Kessel wird über zwei Zuläufe gespeist, wobei der erste Zulauf reines Wasser enthält und über ein Stellventil gesteuert werden kann. Der zweite Zulauf führt den Farbstoff zu, wobei der maximale Farbstoffzulauf und der Farbstoffgehalt (Störgröße z) vorgegeben werden können. Der tatsächliche Zulauf (Stellgröße y) wird dann über ein Stellventil reguliert. |
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Gleichlaufregelung.
Dieses Streckenmodell demonstriert am Problem der Synchronisation zweier Laufbänder eine typische Gleichlaufregelung. Die regelungstechnische Aufgabe besteht darin, das untere Band dem oberen Band so nachzuführen, dass die Positionen beider Bänder (erkennbar an den auf den Bändern befindlichen Kisten) übereinstimmen. |
| Preise: |
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| Studienlizenz: |
EUR |
| Einzelpraktikum | 150,00 |
| Satz Praktika komplett (incl. aller Streckenmodelle, ohne Quelltexte) | 690,00 |
| Satz Regelungstechnische Streckenmodelle (separat) | 390,00 |
| Quelltexte Regelungstechnische Streckenmodelle (nur als Ergänzung) | 135,00 |
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